Backhaus Flarchheim

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Andreas Spaar

Hauptstr. 5
99986 Flarchheim

Geschichtlicher Abriss

 

  • Das Backhaus steht mitten im Dorf auf dem nach ihm benannten "Backsüber", gleichsam auf einer Ecke des alten Friedhofes.
  • Die Geschichte des Flarchheimer Backhauses reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück.
  • Früher trugen die Flarchheimer Frauen ihre großen Kuchenbleche auf dem Kopf und das Brot in runden Formen ins "Backs", wo so manch Schwätzchen gehalten wurde.
  • Nicht nur Brot und Kuchen wurden im Ofen gebacken, sondern auch andere Köstlichkeiten, wie zum Beispiel Repskuchen, Kartoffelgeschmink und Kumst gegart, früher auch Dürrobst, so genannte "Hozeln" und Möhren gewelkt.
  • Das Bäckerhandwerk an sich ist schwere, mit viel Schweiß verbundene Arbeit. So wurde z.B. der Backofen früher mit Wellen beheizt, die im Flarchheimer Holze geschlagen und von den Bauern mit ihren Gespannen zum Wellenschuppen gefahren.
  • Vom Wellenschuppen aus (dieser stand einst in der Lehmgrube, dann oberhalb der Trift und wurde später abgerissen) fuhr der Bäcker die Wellen auf dem Schiebekarren ins "Backs".
  • Das nötige Wasser musste eimerweise vom Wegebrunnen am Backsüber in das Backhaus getragen werden, bis 1955 die erste Hauswasserversorgungsanlage installiert wurde.
  • Der Bäcker war verpflichtet, für die bäuerliche Schweinezucht die "Samentiere" zu halten, dies wurde in den 50er Jahren abgeschafft.
  • 1973 ist letztmalig im Backhaus Brot und Kuchen gebacken worden.
  • Dann endete die Nutzung des Backhauses.
  • 1975 wurde das Wohnhaus vermietet und ein Frisörsalon hielt Einzug.
  • Seit 1990 können die Bewohner Brot, Brötchen und Kuchen an den mobilen Bäckerläden kaufen, die jede Woche im Ort halt machen.


Hier finden Sie noch weitere Infos zum Flarchheimer Backhaus


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