Männergesangverein "1884 Flarchheim"

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Geschichtlicher Abriss

 

Der "Männergesangverein 1884 Flarchheim" wurde am 6. Dezember 1884 gegründet. Als Gründungsmitglieder verpflichteten sich 21 Männer der Gemeinde Flarchheim das Liedgut einzustudieren, um es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Männergesangverein ist aus dem Adjuvantenchor (Kirchenchor) hervorgegangen. Vorhandene Kirchenbücher bestätigen dies schon 1674, somit existiert der Chorgesang in Flarchheim schon über 330 Jahre.

 

Im Jahre 1925 wurde der MGV Mitglied im Hainichsängerbund, der sich 1934 auflöste.
Am 5. Juni 1932 wurde in Verbindung mit einem Sängerfest die neue Vereinsfahne präsentiert.

 

Das 50-jährige Stiftungsfest feierte der Chor am 30. Dezember 1934, umrahmt von Chorliedern, der Würdigung der Gründer und einem Theaterbesuch.

 

Im Jahre 1948 lebte der Chorgesang wieder auf, der während des Krieges ruhte.
Es wurde neben volkstümlichen Liedern auch kirchliches Liedgut einstudiert, um bei kirchlichen Festen den Gottesdienst feierlich mitzugestalten.

 

Mit 14 Gastchören aus den Nachbarorten beging der MGV sein 75-jähriges Jubiläum am 12. Juli 1959.
Am 23. Juni 1974 feierte der MGV sein 90-jähriges Bestehen im neu gebauten Musikpavillon in Flarchheim. Ein großer Höhepunkt war am 3. Juni 1984 das 100-jährige Jubiläum mit 23 geladenen Gastchören.

 

Der MGV ist Mitgründer des Sängerkreises Unstrut-Hainich. Am 4. Dezember 1990 fand in Mühlhausen die Gründungsveranstaltung statt. 1990 trat der Flarchheimer Chor in den "Thüringer Sängerbund" ein.

 

Für über 100 Jahre aktive Chorarbeit wurde den Mitgliedern von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände als erster Chor im Kreis Mühlhausen die "Zelter-Plakette" zuerkannt, die am 25. September 1993 im neu eröffneten Festsaal der Heidecksburg in Rudolstadt verliehen wurde. Der damalige Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel würdigte die Chorarbeit und überreichte die höchste Auszeichnung für Laienchöre in Deutschland.

 

Am 12. Juni 1994 feierte der Verein sein 110-jähriges Bestehen mit 21 Gastchören.
In den Jahren 1996 und 1998 wurden von den Mitgliedern ca. 2000 Bäume und Sträucher in der Flarchheimer Flur gepflanzt. Für ihre Pflanzaktion wurde der MGV am 5. Dezember 2000 mit dem "Umweltpreis 2000" ausgezeichnet.

 

1999 feierte der Chor sein 115-jähriges Jubiläum.
Am 20. Juni 2004 beging der MGV sein 120-jähriges Bestehen auf dem Festplatz in Flarchheim. Mit einem Festumzug durch das Dorf, einer Festansprache und vielen Ehrungen und anschließendem Freundschaftssingen aller Chöre wurde das Jubiläum mit vielen Gästen feierlich begangen.

 

Heute zählt der Flarchheimer "Männergesangverein 1884" 30 aktive und 7 passive Mitglieder.
Einen großen Anteil an der Entwicklung des Chores hat Chorleiter Ortwin Merten, der seit 1974 den Verein zu vielen musikalischen Höhepunkten in seiner Vereinsgeschichte führte. Dazu gehörten die damaligen Thomas-Müntzer- und Kooperationsfestspiele, viele Auftritte auf der IGA Erfurt, Sängerfeste und Wettstreite, Veranstaltungen in der Gemeinde, Familienfeste, Kreissängerfeste, Festgottesdienste sowie alle 2 Jahre das Kreiskirchensingen.

 

Auszug aus der Festrede zum 120-jährigen Jubiläum von Gerd Polack:

 

Die Mitglieder unseres Männergesangsvereins haben Grund in aller Bescheidenheit auch etwas stolz zu sein auf diese Würdigung des Chorgesangs. Wir wissen aber auch dass ohne Fleiß und ohne Opfer der Sangesbrüder, aber auch ohne Unterstützung von außen, insbesondere auch ohne das Verständnis unserer Frauen, ohne Einbindung in die Gemeinschaft der Gemeinde, ohne freundschaftliche Bindung zu anderen Vereinen und Chören und ohne Sponsoren unser Gesangverein nicht existieren könnte und anerkannt wäre.

 

Chorleiter


1884 Christian Frank 1914 Lehrer Lehman
1888 Friedrich Hartung 1918 Albert Nöthling
1901 Lehrer Zobel 1926 Lehrer Mandel
1906 Lehrer Mäkel 1963 Paul Warlich
1911 Lehrer Pflock

1974 Ortwin Merten

 

Vorsitzende


1884 Lehrer Christian Semmann 1956 Paul Warlich
1901 Ernst May 1963 Horst Helbing
1909 Reinhard Fischer 1977 Kurt Zeng
1932 Louis Klippstein

1995 Gerd Polack



 

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